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die Unabhängigen - für Liechtenstein

Wer hat’s erfunden?

Na, die Schweizer waren es nicht, vielleicht ein wenig. Nein, ich meine nicht das Kräuterbonbon, ich meine die neue politische Kultur.

Noch heute werde ich immer wieder gefragt, welches Ressort bearbeitest denn Du im Landtag? Man meint damit, dass es genügt, wenn sich ein Abgeordneter auf ein oder zwei (Fach-)Gebiete konzentriert. Mir liegt dagegen mehr die Vielfalt und die Sicht auf das Ganze, das Fachspezifische sei den Regierungsräten vorbehalten, darum wählt man in die Regierung auch nur die besten Köpfe mit dem besten Fachwissen, selbstverständlich ohne parteipolitische Hintergedanken.

Vor den Wahlen wurde ich gar gefragt, wofür ich mich einsetzen werde, so ich denn gewählt werden würde? Gleichzeitig las ich mehrmals in der Zeitung, dass «wahlhilfe.li» das entscheidende, helfende Medium gewesen sei. Aus dieser Wahlhilfe leiten dann ausgesuchte Spezialisten eine politische Gesinnung ab, und meinen, der gewählte Abgeordnete hätte sich gefälligst an diese Analyse zu halten. Was für ein Mumpitz und wie oberflächlich.
So leichtfertig, wie man den einzelnen Abgeordneten eine Gesinnung zuordnet, so leichtfertig versucht man, den Unabhängigen als Verein zu unterstellen, dass sie Populisten seien, natürlich am rechten Rand des politischen Spektrum. Das hinwieder sei ja, wie man im Ausland und in der Geschichte erkennen könne, etwas Schlechtes, gar Bedrohliches. Die sogenannten Hüter der politischen Wahrheit warnen mehr oder weniger offen vor dieser Saat der Veränderung und Erneuerung.

Ein solches Vorgehen hat natürlich System und zielt darauf ab, die bestehenden eigenen Pfründe zu erhalten. Das beste und einfachste Mittel, um dies zu erreichen, ist die ideologische Einteilung in Schubladen: Mal rechts, mal links und die, die keine Meinung haben, für die hat es immer irgendwo noch Platz.
Die neue Politik ist glücklicherweise anders. Gute Politiker lassen sich nicht in Schubladen stecken. Es gibt eine neue politische Bewegung und zwar nicht nur in Liechtenstein. Bestes Beispiel dafür ist Frankreich. Da wird einer zum Staatspräsidenten gewählt, der aus einer etablierten Partei austrat und quasi als Abtrünniger ohne Schublade eine neue Partei gründete. Erkennen Sie allfällige Parallelen zu Liechtenstein?

Die neue politische Kultur lässt sich nicht mehr aufhalten und es nützt auch nichts, wenn man denen, die dem Volk am nächsten stehen, unterstellt, sie seien böse Verführer. Es ist die Angst der etablierten Parteien, des Establishments, dass sie ihren Einfluss und ihre Macht verlieren, deshalb und nur deshalb versuchen sie eine Bewegung, die eine Volksbewegung ist, ins Lächerliche oder Bedrohliche zu ziehen. Es geht darum, dass Politiker nicht in Schubladen funktionieren dürfen, sondern den Raum in dem der Kasten mit den Schubladen steht, erfassen können. Nur so werden wir die Zukunft erfolgreich meistern. Es werden alle davon profitieren und nicht nur ausgesuchte parteikonforme Akteure, die sich nicht getrauen ihre eigene Meinung zu sagen.
Wer hat’s also erfunden? Das Volk, lat. populus, hat’s erfunden, weil das Volk nicht mehr mit fadenscheinigen Argumenten von Möchtegern-Politikgrössen gesteuert werden will. Dass in Liechtenstein Handlungsbedarf besteht ist unbestritten. Bei uns werden immer noch nicht alle Bürger gleich behandelt und vieles ist undurchsichtig.
Wahre Demokratie ist das Ziel der Unabhängigen. Wir sind kein Sammelsurium von Wutbürgern, sondern wir sind das Volk.

Wir Liechtensteiner haben eine erfolgreiche Zukunft vor uns. Wir müssen nur noch lernen, dass Veränderungen nicht immer ein Nachteil sind.

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