du-Landtagskandidaten

Wahlkreis Oberland

Gregor Ott, Schaan

Gregor Ott, Schaan

Jahrgang 1976, wohnhaft in Schaan verheiratet, eine Tochter

Selbstständiger Unternehmer im Gesundheitsbereich

Der Landtag muss ausgewogener werden und alle Bevölkerungsschichten vertreten. Selbständige Unternehmer oder Angestellte in der Privatwirtschaft sind doch deut- lich in der Mehrheit, eigentlich. Das sollte sich auch in der Zusammensetzung des Landtags widerspiegeln. Wo sind denn bloss die Vertreter der Schreiner und Zimmermänner? Wo die Vertreterinnen der Hausfrauen? Wo die Vertreter der Friseusen und Frisöre? Wie kann man sich erklären, dass z.B. in der Schweiz die Bauern im Parlament deutlich übervertreten sind, bei uns aber seit längerem kein Bauer mehr in den Landtag gewählt wurde? Stattdessen haben wir im Landtag Staatsangestellte und Akademiker zuhauf.

Dies zeigt sich auch klar in der Geldpolitik unserer Volksvertreter. Auf der einen Seite sitzt bei der Regierung das Geld sehr locker. Über 600 Mio. Franken sind in den nächsten Jahren für teileweis sehr fragwürdige Projekte budgetiert. Auf der anderen Seite wird verlangt, dass die Bevölkerung den Gürtel immer enger schnallt. Und hier trifft es immer die Schwächsten. Es darf nicht sein, dass es in einem so reichen Land wie Liechtenstein überhaupt Armut gibt und Familien am Existenzminimum leben.

Genau aus diesen Gründen lasse ich mich aufstellen. Mit meinen 44 Jahren bringe ich genau die richtige Mischung aus Lebenserfahrung und dem Draht zur jüngeren Generation mit. Ausserdem gelingt mir der Spagat zwischen den Bedürfnissen von Arbeitnehmern und Unternehmern, da ich beide Seiten gut kenne. Als Unternehmer weiss ich auch, was es heisst mit dem Geld zu haushalten. Würde ich mein Unternehmen so führen, wie die Regierung und der Landtag das Land führen, wäre ich schon lange bankrott.

Pio Schurti, Triesen

Pio Schurti, Triesen

Jahrgang 1964
Vater von vier Kindern

Selbständig, Inhaber eines Büros für Übersetzungen, Texte und Konzepte; zurzeit auch Wirt im Gasthaus Linde in Triesen

Meine Schwerpunkte: Familie und Bildung, Kultur und Wirtschaft, Kommunikation und Aussenbezie hungen

Vogt Ado, Triesen

Vogt Ado, Triesen

Ich bin 45 Jahre alt, Vater von drei Kindern.

Nach dem Abschluss meines Studiums in Wirtschaftswissenschaften in San Diego und Innsbruck (Mag. rer.soc.oec.) arbeitete ich unter anderem während 14 Jahren als Geschäftsführer und Verwaltungsrat für ein Familienunternehmen in Zürich.

Seit 2018 bin ich selbständiger Unternehmer in Liechtenstein.

Nebst meinem Mandat als stv. Ab- geordneter war auch ich Mitglied in der Geschäftsprüfungskommission und anderen Kommissionen.

Ich habe mich bei diversen Volks abstimmungen an vorderster Front engagiert, so etwa zum Neubau des Landesspitals oder bei der S-Bahn.

Seit 2014 bin ich Arbeitgebervertreter der Paritätischen Kommission Marmor und Granit und Stiftungsrat des FAR, einer Vorsorgeeinrichtung zum frühzeitigen Altersrücktritt für Arbeitnehmer (ähnlich einer Pensionskasse) mit Sitz in Bern. Zudem bin ich Vorstandsmitglied des Na- turstein Verbands der Schweiz.

Ich stehe für eine freiheitliche Ordnung, einen schlanken Staat und Selbstbestimmung.

Wahlkreis Unterland

Caspar Hoop, Eschen

Caspar Hoop, Eschen

65 Jahre
verheiratet, 3 erwachsene Kinder

Selbständig, Inhaber einer Firma, tätig in den Sparten
Herstellung von Mess- und Sortiermaschinen

Rapid Prototyping und Manufacturing

Meine Einstellung: Glaube wenig, hinterfrage vieles, denke selbst.

Deswegen hinterfrage ich z.B. die allgemeinen, immer gängigeren Vorstellungen, so u.a. dass der Strom aus der Steckdose kommt, die Milch aus dem Tetrapack, Schokolade blau ist, die Digitalisierung uns alle in eine schöne neue Welt führt, die multikulturelle Gesellschaft das Mass aller politischen Anstrengungen sein soll, wohin die Genderdiskussion uns hinführen wird, was der «Reset» des WEF-Gründers Schwab, wenn er denn kommen sollte, für die Staaten und die Gesellschaft bedeutet (s. Covid-19: The great reset von Klaus Schwab und Thierry Malleret). Deswegen hinterfrage ich, wie ist es möglich ist, dass wir, z.B., wie immer wieder in den Medien stolz betont wird, in einem der reichsten Länder dieser Welt wohnen – mit bald mehr Autos als Einwohner, andererseits aber mit über 200‘ 000 Franken Schulden pro Kopf (vom Säugling bis zum Greis) verschuldet sind, mit einer verschämt versteckten Armut; und ich hinterfrage, wie es sein kann, dass in einem Land mit einer immer rigideren Reglementierungsdichte, die Landesverwaltung stetig wächst (90 neue Stellen in einem Jahr), dass trotz aller gegenteiligen Lippenbekenntnisse der Koalitionsparteien, die Kosten für die Krankenkassen stetig steigen, Grossbauten erstellt werden ohne demoskopische Notwendigkeit.

Deswegen stehe ich für eine Politik mit Augenmass, in der die Liech- tensteinischen Gegebenheiten gebührend berücksichtigt werden, wobei es mir fern liegt, im Moment gleichsam ein persönliches Wahl- und Punkteprogramm zu erstellen, da ich wie die meisten Menschen nicht ahnen oder wissen kann, was die nächsten Jahre noch auf uns zukommt.

Adi Wohlwend, Schellenberg

Adi Wohlwend, Schellenberg

Ich wohne seit 51 Jahren in Schellenberg, habe zwei Söhne und bin selbstständiger Unternehmer.

Als Schüler und während meiner Lehre war ich Mitglied in diversen Vereinen. Nach der Lehre arbeitete ich als Mechaniker in einem Kleinunternehmen. Mit 30 Jahren gründete ich meine eigene Firma.

Politik ist für mich kein Neuland. Nebst meinem Mandat als Gemeinderat war ich auch Mitglied in verschiedenen Kommissionen.

Die Motivation und der konkrete Anlass, für den Landtag zu kandidieren, sind für mich die Volksabstimmungen über den Verpflichtungskredit für einen Langlauf-Event in Vaduz (und das nach mehreren Sparpaketen der Regierung!) sowie die Volksabstimmung über den Verpflichtungskredit für den Ausbau der S-Bahn.

Die Ergebnisse dieser Volksabstimmungen zeigten mir wie vielen anderen: Die hohe Politik politisiert zu oft am Volk vorbei.

So kommt es, weil unser Staat ein schlechter Unternehmer ist und weil Zuschüsse, Nachtragskredite und Darlehen für staatsnahe Betriebe auf den Buckel der Steuerzahler abgewälzt werden können.

Auch in unserem Land gibt es zu viel Lobbyismus, Günstlingspolitik und Vetternwirtschaf. Entspricht das unseren Grundwerten? Ein schlanker und effizienter Staatsapparat mit einem angemessenen Haushalt sollte an erster Stelle stehen. Unsere Wirtschaft sollte diversifiziert, aber auch grössenverträglich sein. Um dahin zu kommen, sollten KMUs gefördert werden, so dass die Einwohner sich nicht nur ein gutes Einkommen verdienen, sondern auch ihre individuellen Talente entfalten können.

Höher, weiter, breiter, grösser ist nicht immer das Beste für Liechtenstein.

Tätigkeit im Landtag

Kleine Anfragen