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die Unabhängigen - für Liechtenstein

Nach den Wahlen

Es war eine böse Überraschung für die Frauen. Von 19 Kandidatinnen wurden nur drei gewählt. Rund 28% der Wähler sind nicht zur Urne gegangen, warum denn nicht? Ob Frauen Frauen oder Männer Frauen gestrichen haben, hängt sicher auch mit den Familienstrukturen zusammen. Solange bei einigen Familien die Meinung herrscht: Frauen gehören hinter dem Herd, wird nichts mit Wahlen von Frauen. Da ist sicher ein Umdenken in der Gesellschaft nötig.
Seit den Wahlen wurde viel über die Frauenquote geredet. «Hoi Quote» wurde gegründet. Ob die Frauenquote aber der richtige Weg ist, bin ich mir gar nicht so sicher. Trotzdem stand ich solidarisch am 30. März bei dem Einmarsch der neuen Landtagsabgeordneten mit SD Erbprinz Alois an der Spitze, vor dem Landtagsgebäude, mit dem Hintergedanken: Die neuen Landtagsabgeordneten sollen sich Gedanken darüber machen, wie sie das «Frauenproblem» lösen könnten, damit bei den nächsten Wahlen mehr Frauen im Landtag gewählt werden.
Eine Lösung des Problems sehe ich in den Parteien. Frauen sollten besser für die Wahlen «vorbereitet» werden. «Alt-Landtagsabgeordnete» haben schon Wahlkampferfahrung.  Diese Erfahrungen sollten sie den Frauen weitergegeben. Frauen müssen besser gefördert werden. In einem patriarchalisch geprägten Land wie Liechtenstein müssen Frauen leider immer noch mehr leisten als die Männer. Frauen müssten auch mehr politische Ämter zugetraut werden.

Engagement zu wenig honoriert
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das soziale Umfeld, die Finanzen und die Gesundheit spielen eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft. Wir Frauen fühlen und handeln anders als Männer. Wir Frauen sind sehr wohl in der Lage diese Zusammenhänge zu erkennen und unsere Lebenserfahrungen in die Politik einzubringen. Frauen im Landtag sind eine Bereicherung für uns alle. Leider wird unser Engagement zu wenig honoriert.
Auf die neuen Landtagsabgeordneten wartet viel Arbeit, leider nur mit wenig Frauen-Vertreterinnen.
Neid, Missgunst, «Vetterliwirtschaft» haben in der Politik nichts verloren. Landtagsabgeordnete sind für die Belange des Volkes da und nicht nur um ihre eigenen bzw. die Interessen der Parteien zu vertreten.
Wünsche allen DU-Abgeordneten eine erfolgreiche Arbeit, sie sollen weiterhin unangenehme Themen ansprechen und für Gerechtigkeit sorgen.

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